NAS statt Server (Netzwerklösung für kleines Büro)?

#0
31.08.2010, 13:34
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#16

Zitat

N1con postete
Das wiederspreche ich dir ;) da gibt es nix zu definieren das ist ne tatsache ;)

Wenn ich in einem Raid system datei xyz lösche ist sie auch auf den anderen Platten nicht mehr vorhanden.

Da hilft mir dann nur eine vorher angelegte Sicherung ;)
Da wiederspreche ich dir zu 10000000%, was du beschreibst ist Verhalten des Dateisystems.
Ich sagte ja bereits, dass du Recht hast - Backup ungleich RAID.
Trotzdem gibt es snapshots, checkpoints weiß der Geier was - wenn ich eine Datei auf meinem HW-RAID1 lösche und ich will die nochmal wieder haben krame ich in meine checkpoints und hol die einfach wieder.
Du gehst lediglich einfach von einer anderen Geschichte aus, aber das übergeordnete Dateisystem hat nix mit RAID zu tuen. ;)

Aber ums noch anzufügen, externe Backups sind äußerst mühselig die hat man im besten Falle fortlaufend automatisiert aber trotzdem nix gegen ein ordentliches Dateisystem (oder von mir auch aus Volume Manager etc).

Hier mal ein Test:

Zitat

therion@atwork /storage > pfexec zfs snapshot rpool/storage@foobar
1. Wir erstellen ein neues snapshot auf einem raid1 pool.. (das haben wir natürlich auch schon vorher)

Zitat

therion@atwork /storage > ls
additional_tools music2
drivers Pink Floyd - Pulse Disc 1.divx
firmware Pink Floyd - Pulse Disc 2.divx
images PS3
kdbackup tools
music tools-snapshot4.iso
therion@atwork /storage > rm *.divx
therion@atwork /storage > ls
additional_tools kdbackup tools
drivers music tools-snapshot4.iso
firmware music2
images PS3
2. Als nächstes löschen wir zwei Dateien.

Zitat

therion@atwork /storage > pfexec zfs rollback rpool/storage@foobar
therion@atwork /storage > ls
additional_tools music2
drivers Pink Floyd - Pulse Disc 1.divx
firmware Pink Floyd - Pulse Disc 2.divx
images PS3
kdbackup tools
music tools-snapshot4.iso
therion@atwork /storage > pfexec zfs destroy rpool/storage@foobar
3. Nun haben wir uns doch anders entschieden und möchten diese nochmal wieder haben, also snapshot zurück holen - siehe da wie von magischer Hand - da sind'se wieder.
Snapshot kann nun aber danach entsorgt werden da es ja nur testweise war.
__________
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Dieser Beitrag wurde am 31.08.2010 um 13:50 Uhr von Xeper editiert.
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31.08.2010, 15:56
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#17 sprich dann habe ich auf meinen Platten im system grundsätzlich den doppelten speicher belegt oder etwa nicht?
__________
Wenn ich euch geholfen habe, könnt ihr gerne ans Board spenden, auch ich freue mich über einen kleinen Obolus für mein Feierabendbier ;)
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31.08.2010, 16:29
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#18

Zitat

N1con postete
sprich dann habe ich auf meinen Platten im system grundsätzlich den doppelten speicher belegt oder etwa nicht?
Nein all diese Dateisystem arbeiten mit dem copy-on-write Verfahren, bei ZFS zb. ist ein snapshot besonders günstig (günstig in Bezug auf Verschnitt (Metadaten) sowie Zeit).
Das einzige was dann gespeichert wird ist die Differenz zwischen dem was Jetzt ist und dem letzten Snapshot - heißt löschst du eine Datei bekommst du den Speicher zwar logisch gutgeschrieben aber physisch ergibt sich die Differenz da die Datei in dem alten Snapshot existiert.
Um noch ein anderes FS zu nennen da ZFS ja lizenztechnisch zb. nicht in Linux integriert werden kann wäre BTRFS (noch testing).

Auf der anderen Seite existieren dann noch die LFS wie zb. NILFS2 für Linux - das sind Dateisystem die nur forwärts schreiben und halb-minütlich (zb.) checkpoints kreieren, ist das Volume voll dann werden alte checkpoints gelöscht (können aber statisch gehalten werden) und das Dateisystem fängt wieder von vorne an zu schreiben (da wo was frei ist).
So hast du immer innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (begrenzt durch die Kapazität des Volumes) "Backups".

Klassische journaling Systeme wie NTFS eines ist (zumal das schon sehr veraltet ist) sind absolute Auslaufmodelle.
Möchte aber noch anmerken das ich im Bezug auf obigen Satz nicht genau weiß wie es bei Clustering ist, dass wäre sicherlich wünschenswert aber ich bin über die aktuellen Clustering-Dateisysteme nicht informiert.

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Dieser Beitrag wurde am 31.08.2010 um 16:37 Uhr von Xeper editiert.
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31.08.2010, 23:34
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#19 Wäre mir aber zu unsicher und es würde auch nur auf Linux-Systemen funktionieren. Wenn aber der Anspruch besteht, mit Windows zu arbeiten (bspw. Terminalserver), hat man an der Stelle schon verloren. Ich meine, ich würde für einen Fileserver sowieso viel lieber Linux statt Windows einsetzen, da es da mehrfache Vorteile gibt, aber oft genug hat man da bei Kunden gar nicht so die große Handlungsfreiheit und dann kommt noch dazu, dass die Verwaltung von Benutzer-/Freigaberechten unter Linux in Verbindung mit AD leider nicht so einfach ist, wie wenn man einen Windows-Server nimmt.

Festhalten können wir aber auf jeden Fall, dass ein RAID kein Backup ersetzt, es bietet jedoch eine Sicherheit, dass keine Daten aufgrund eines technischen Defekts verloren gehen, wenn man nicht gerade mit einem RAID0 oder RAID00 rumspielt.
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01.09.2010, 00:13
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#20

Zitat

Wäre mir aber zu unsicher und es würde auch nur auf Linux-Systemen funktionieren.
Hmm wie kommste auf die Idee und was hat das mit Linux zu tuen?
ZFS ist doch (noch) das state-of-the-art FS und das läuft vorzugsweise auf Solaris, nicht auf Linux.
(Allerdings ist es in FBSD auch implementiert)

Wie kannst du das gegen NTFS als unsicher bezeichnen?
Das mit den Rechten stimmt natürlich aber auf der anderen Seite sind die MS Rechte unnötig kompliziert (oftmals).
Und überall da wo eventuell mehrere Terrabyte gesichert werden müssen scheidet Windows wegen inperformanz und NTFS sowieso aus...

Ach übrigens bezüglich Rechten hat sich auch viel getan auf Solaris, dass ist ja nicht mehr so wie user:group:everyone - sondern bei ZFS gibt es zum Beispiel auch viel spezifischere Rechte ähnlich wie bei NT.
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Dieser Beitrag wurde am 01.09.2010 um 00:28 Uhr von Xeper editiert.
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01.09.2010, 09:43
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#21

Zitat

Xeper postete
Hmm wie kommste auf die Idee und was hat das mit Linux zu tuen?
ZFS ist doch (noch) das state-of-the-art FS und das läuft vorzugsweise auf Solaris, nicht auf Linux.
Da Du doch hier der große Linux-Provokateur bist, bin ich einfach davon ausgegangen, dass es ein Linux-Dienst ist ;)

Zitat

Wie kannst du das gegen NTFS als unsicher bezeichnen?
Hab ich doch gar nicht - da gibt es auch nichts hinein zu interpretieren. Ich habe es nur im Vergleich zu einem richtigen Backup als unsicherer bezeichnet. Man stelle sich bspw. vor, der Server brennt ab - dann hat man auch auf der Festplatte keine Datensicherung mehr. Hilfreich ist dann die (natürlich an einem sicheren Ort separat gelagerte) Datensicherung.

Zitat

Das mit den Rechten stimmt natürlich aber auf der anderen Seite sind die MS Rechte unnötig kompliziert (oftmals).
Ja, sehr wohl! Die Rechtestruktur unter Windows kann manchmal sehr viel Zeit kosten.
Man kann auch auf anderen Linux-Dateisystemen mit erweiterten indivduellen Berechtigungen arbeiten. Aber wie schon gesagt: man muss es relativ umständlich manuell confen, da es wohl keine richtige Implementierung in das AD von Microsoft gibt.
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01.09.2010, 10:58
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#22

Zitat

Da Du doch hier der große Linux-Provokateur bist, bin ich einfach davon ausgegangen, dass es ein Linux-Dienst ist
Nein das siehst du falsch, mich interessieren nur Fakten und ordentliche Technologie - sollte die mal Microsoft entspringen ist das auch okay.
Aber ich benutz mehr UNIX Systeme als Linux... (außer zuhause).
Darf ich mal anmerken das Microsoft ja aber nicht viel gebracht hat außer einige Schlüsseltechnologien, dass meiste ist tatsächlich Vaporware - von Windows zehrt dieser Konzern bis heute, den Markt der mobilen Technologie schon fast komplett verpasst.

Zitat

Man stelle sich bspw. vor, der Server brennt ab - dann hat man auch auf der Festplatte keine Datensicherung mehr. Hilfreich ist dann die (natürlich an einem sicheren Ort separat gelagerte) Datensicherung.
Naja gut das ist ja sehr relativ, dann kann dein Backup auch abbrennen - ich denke du weißt was Housingcenter sind und wo Server wie sicher aufbewahrt werden.

Zitat

Aber wie schon gesagt: man muss es relativ umständlich manuell confen, da es wohl keine richtige Implementierung in das AD von Microsoft gibt.
Natürlich Hybride-Netzwerke sind immer mehr oder weniger problematisch und Microsoft kennt niemanden außer sich selbst...
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Dieser Beitrag wurde am 01.09.2010 um 11:30 Uhr von Xeper editiert.
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01.09.2010, 19:06
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#23

Zitat

Xeper postete
Natürlich Hybride-Netzwerke sind immer mehr oder weniger problematisch und Microsoft kennt niemanden außer sich selbst...
Fast korrekt. Microsoft bietet zumindest in den 2008er Serverversionen auch Unterstützung für andere Systeme. Dabei ist auf jeden Fall SMB, aber ich meine mich auch an AppleTalk erinnern zu können. Wie gut das letztendlich umgesetzt ist, kann ich aber nicht beurteilen.
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