Private Krankenversicherung Empfehlung

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#0
23.01.2010, 14:34
Member
Avatar Camille

Beiträge: 146
#1 Hallo,

ich habe es Leid, die kassenärztlichen Versicherungen:
1.) wird man beim Arzt wie Ware im Minutentakt behandelt und 2.) ist die Leistung einfach erbärmlich.
Man ist einfach Patient 2ter Klasse.

Nun überlege ich in jungen Jahren noch schnell zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln, weiß aber in dem ganzen Internet Wirrwar nicht wohin, irgendwie wollen alle vermitteln aber vermutlich nur wegen der Provision.

Ist mir eigentlich auch egal ich suche halt eine gute Krankenversicherung und hätte gerne eine Mund zu Mund Empfehlung. Wo seid ihr? Was könnt ihr empfehlen?

LG Camille
__________
Mach es wie die Sonnenuhr,
zähl´ die heit´ren Stunden nur.
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24.01.2010, 18:28
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Avatar Laserpointa

Beiträge: 2176
#2 Leider kann ich dir nicht direkt mit Empfehlungen helfen, aber

Einen groben Vergleich kann man ganz gut bei versicherungs-vergleich.com machen (gehört zu Check24).

Einige interessante News zum Thema

Private Krankenversicherer weigern sich immer häufiger, Rechnungen zu erstatten, erschien gerade beim Spiegel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672078,00.html

aus einem anderen Forum (Grainger) dazu:

Zitat

• viele niedergelassene Ärzte (oder Krankenhausärzte mit Privatliquidationserlaubnis) haben über Jahre hinweg bei ihren Privatpatienten eine extreme Gewinnmaximierungspolitik betrieben

• die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung wurde für privat Krankenversicherte in den letzten ~20 Jahren drastisch erschwert. Das macht es auch den PKVs schwieriger, ihre "schlechten Risiken" in die Solidargemeinschaft abzuschieben, sobald sie sich nicht mehr rechnen

• die Einführung eines Minimaltarifes für privat versicherte Rentner und Pensionäre läßt bei dieser Gruppe (die sicherlich eine der teuersten Versichertengruppen ist) die Einnahmen sinken, während gleichzeitig die Ausgaben weiter steigen. Auch hier hat man die Rückkehr in die Solidargemeinschaft (bzw. in die Krankenversicherung der Rentner) schwer bis unmöglich gemacht

• man muss jetzt drei Jahre in Folge und ein viertes Jahr prospektiv die Beitragsbemessungsgrenze überschreiten, um sich privat krankenversichern zu können. Das bedeutet für die PKVs ein Timelag von drei Jahren bei den attraktiven Berufsgruppen (junge Akademiker, usw.).

Ganz allgemein hat der Gesetzgeber die Rosinenpickerei des Wechselns zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung erschwert, die früher mal Gang und Gäbe war. Solange man sparen konnte, hat man sich privat kranken versichert, sobald aber Frau und Kinder zu versorgen waren, wechselte man zurück zur gesetzlichen Krankenversicherung und nahm die Familienversicherung in Anspruch.

Zumindest einer der Gründe, warum für manche Berufsgruppen eine private Krankenversicherung zumindest zeitweise kostengünstiger als eine gesetzliche Krankenversicherung war, war eben die Quersubventionierung durch die GKVs, an die die Privaten ihre schlechten Risiken abgeben konnte.
Eigene Erfahrungen decken sich allerdings mit Deinen, als Kassenpatient bekommt man nicht so viel Leistung oder Zeit am Arzt, umgekehrt werden (was ich von befreundeten Ärzten weiss) Privatpatienten überall herzlich gerne genommen (auch unters Messer) da sie gutes Geld Wert sind.

Private Krankenversicherung oder Kassenpatient hat beides Vor- & Nachteile und ist natürlich auch immer eine Frage des eigenen Einkommens.
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01.02.2010, 15:18
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Beiträge: 39
#3 In der BamS (Bild) war gestern die Titelseite:
Der große Krankenkassen Vergleich mit einem Vergleich von 125 offenen gesetzlichen Krankenkassen.

Ich habe den Vergleich mal angehängt - möglicherweise hilft er dir bei Deinen Entscheidungen.
Ich bin gesetzlich mit privaten Zusatzversicherungen (Chefarztbehandlung) versichert.

Bei meiner Suche bei den grossen Zeitungen bin ich auf viele schöne Artikel gestossen, nach weiterer Recherche leider die Ernüchterung: http://www.krankenkassenforum.de/der-grosse-krankenkassen-fhrer-aus-dem-focus-vom-13082007-vt1235.html (viele Beiträge sind einfach schlichtweg gekauft!)

Möglicherweise noch am Unabhängigsten, Stiftung Warentest
http://www.test.de/

Gut ist auch:
http://www.krankenkassen-kompass.de/

Dieser Beitrag wurde am 01.02.2010 um 15:54 Uhr von Kliniaro editiert.
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01.02.2010, 15:25
Moderator

Beiträge: 7805
#4 Ich hab den Anhang wegen urheberrechtlichen bedenken geloescht. Vieleicht findet sich ja noch am Kiosk eine BamS
__________
MfG Ralf
SEO-Spam Hunter
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02.02.2010, 09:23
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Beiträge: 1
#5 Hallo,

ich bin seit etwa einem Jahr selbständig und wechsle nächsten Monat aus der gesetzlichen KV in eine private Krankenversicherung (Axa). Grund für meinen Wechsel ist der zu hohe Beitrag von über 300€. Bei Axa werde ich weniger als 200€ bezahlen und dafür sogar mehr Service bekommen. Ich denke es gibt da auf jeden Fall was, einfach danach googeln. Ich habe die neue PKV über geldvergleich.net gefunden und eine tolle Beratung bekommen.

viel Glück!
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11.02.2010, 13:55
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Beiträge: 85
#6 Die Hallesche Versicherungsgesellschaft ist sehr gut. Die Private Krankenversicherung der Halleschen hat sich immer wieder in Tests behaupten können. Zudem kannst du dich bei der Gesellschaft auf einen schnellen und problemlosen Service verlassen. Nach meiner Erfahrung steht dir ein passender Berater immer zur Seite.

Zudem kann die PKV der Halleschen durch ihre Leistungen punkten. Du bekommst für wenig Geld einen sehr umfangreichen Versicherungsschutz. Der frühe Versicherungsbeitritt wird zudem belohnt, sodass du dir in jungen Jahren einen Bonus sichern kannst. Wenn du wie ich, zu der Riege Mensch gehörst, die nicht bei jedem Wehwehchen zum Arzt rennen, kannst du dich bei dieser PKV zudem über Rückzahlungen am Jahresende freuen. Als "billiger" Versicherungsnehmer bekommst du von der Gesellschaft am Jahresende einige Monatsbeiträge zurückerstattet. Somit kannst du natürlich doppelt sparen. Die Beiträge sind übrigens für Männer und Frauen gleichermaßen günstig. Im Vergleich zur GKV lassen sich mit der Halleschen PKV je nach Alter und Tarif bis zu 100 Euro im Monat sparen.
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15.02.2010, 18:46
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Beiträge: 690
#7 ich habe mir die Hallesche gerade mal angesehen. Bin nicht so überzeugt. Die zahlen alle 2 Jahre 100 euro für ne Brille. das heißt, man bleibt auf 200-250 euro sitzen. Zahnersatz nur 65%. Erstbehandlung beim Arzt 90% und danach 65%. Also wenn man nie krank wird, dann sind die vielleicht zu empfehlen.
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06.03.2010, 10:22
...neu hier

Beiträge: 1
#8 Hallo liebe Mitleser,

mein Tipp für alle Interessierten heisst central.vario.

Neben Optionsrechten (Höherversicherung ohne Gesundheitsprüfung -> Man kann den Versicherungsschutz seinen eigenen Bedürfnissen anpassen) bietet der Tarif ein großes Leistungsspektrum für wenig Geld: Kinderwunschbehandlung, die Übernahme von Hospizkosten und 12 Monate vollen Leistungsumfang im Ausland haben mich überzeugt.

Man kann aus unterschiedlichen Bausteinen seinen individuellen Schutz auswählen. Dabei sind sogar sechs Monatsbeiträge als Rückerstattung möglich.

@petermarkus: Ich finde 100 € für eine Brille viel, wenn man bei den gesetzlichen Kassen gar nichts bekommt. Merkwürdig ist nur die Sache mit der Erstbehandlung. In meinem Tarif wird alles zu 100 % übernommen - ohne wenn und aber. Zahnersatz habe ich 70 % und im Gegensatz zu den Kassen bekommt man dort sogar Inlays und keine Festzuschüsse, sodass die 70 % sich auf die gehobene Behandlung und nicht die Grundversorgung beziehen. Außerdem zahlen viele Zusatzversicherungen für die Zähne auch nicht mehr.

@nancy88 / petermarkus / andypf: Ich finde eure Erfahrungen gut, allerdings geht ausser einem Zahlbetrag nichts über eure Leistungen hervor. Ich habe nämlich eine Bekannte und die hat viel Geld für eine private Versicherung bezahlt und hatte doch nur gesetzliche Leistungen.


@camille: Wenn du noch Fragen hast, dann kann ich dir den Leistungskatalog per E-Mail schicken. Meine Beraterin hat mir nämlich alle notwendigen Unterlagen auf eine CD gebrannt, was ich als Service außerordentlich gut fand.
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06.03.2010, 13:10
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Beiträge: 690
#9 es geht hier nicht um PKV oder GKV, sondern nur um die Private Krankenversicherung. Und hier ist 100 Euro wenig, wenn man woanders 90% bezahlt bekommt. Bei Zahnersatz bekommt man bei mir auch 90%. Ich habe letztes Jahr somit nur für Zahnersatz 200 Euro selber bezahlt. Da kann man sich ausrechnen wieviel das bei 70% wäre. Mir persönlich ist das Risiko bei 70% zu hoch. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden!

Bei der Central würde ich knapp 50 Euro mehr bezahlen bei schlechteren Leistungsumfang. Allerdings gehe ich davon aus, dass mein Beitrag bei meiner jetztigen PKV auch höher wäre, wenn ich jetzt dort mich versichern würde. Das Alter spielt beim Eintritt ja immer eine Rolle.
Dieser Beitrag wurde am 06.03.2010 um 13:18 Uhr von petermarkus editiert.
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06.03.2010, 14:28
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Beiträge: 163
#10 GKV... PKV... alle kosten unser Geld.
Für diejenigen, die nicht ständig bei Telepolis lesen, sei dieser Artikel über die Krankenversicherungen mal empfohlen:

Zitat

Die Gesundheitskostenbombe tickt

Eine geheim gehaltene Studie bringt brisante Details zu den Kosten und der Sicherheit des privaten Krankenkassensystems zum Vorschein.
Den Artikel findet mal hier: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32165/1.html

Da könnte noch so manche Überraschung auf uns zukommen und beruflicherseits sehe ich bei den Kassen - besonders den PKV - nur eine Richtung: steil nach oben. Wer sich den ganzen Luxus auch während seiner Rente leisten möchte, wird wohl nie aus dem Berufsleben ausscheiden dürfen, sonst wird's eng mit den gigantischen Altersbezügen aus unserem Rentensystem, denn neben den Kassenbeiträgen soll doch auch was zum Leben übrig bleiben. Und wenn ich im Alter auf eine Minimalversorgung wechseln muß, kann ich auch gleich in der GKV bleiben.

Gruß
Faun
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21.07.2010, 11:33
Gesperrt

Beiträge: 5
#11 Wenn man sich schon entscheidet, in eine private Krankenversicherung zu wechseln, dann sollten die Kosten eher als sekundärer Faktor angesehen werden. Wirklich günstig ist meiner Meinung nach fast keine private, aber da kommt es eben auf die Leistungen an, wenn man die Behandlung als Kassenpatient satt hat. Ein Vergleich der privaten Krankenversicherung im Internet kostet ja beispielsweise nichts und bietet eine Grundlage für die Entscheidung. Ich warne aber sehr davor, nur auf die Kosten zu schauen, denn da ist man schnell der Dumme, auch bei den privaten ist nicht mehr alles so eitel wonne und wie oben angeführt wird da auch schon mal die Kostenübernahme verweigert.

Achtung! Moderation: Link entfernt!
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21.07.2010, 11:44
Member
Avatar Xeper

Beiträge: 5291
#12

Zitat

Nun überlege ich in jungen Jahren noch schnell zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln, weiß aber in dem ganzen Internet Wirrwar nicht wohin, irgendwie wollen alle vermitteln aber vermutlich nur wegen der Provision.

Quelle: http://board.protecus.de/t38871.htm#ixzz0uJBGcbkO
Hmm du glaubst wirklich das private Krankenversicherungen besser sind?
Haha ich kenn Leute die froh sind das sie wieder gesetzlich versichert sind, dass mit deinen Punkten stimmt zwar aber dafür darfste auch mal blicken was der Arzt dir in Rechnung stellt wow das sind Summen sag ich dir, plus so eine private Krankenkaste kostet nen heiden Geld, du muss auch viel zu zahlen usw.
__________
E-Mail: therion at ninth-art dot de
IRC: megatherion @ Freenode
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21.07.2010, 11:55
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Avatar Jagge

Beiträge: 702
#13 Ihr kennt ja bestimmt die Regeln:
- Einmal PKV immer PKV. Man kann nur über Umwege (Angestelltenverhältnis über längere Zeit) zurück in die Gesetzliche
- die Familie ist bei der Gesetzlichen kostenlos mitversicht, bei der PKV müsste jeder selbst versichert werden. Also mit Kindern wird die PKV richtig teuer. Da lohnt sich oft eine Gesetzliche mit einer Privaten Zusatzversicherung.
- ab 55 Jahren ist es unmöglich zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung zu kommen.

Zur Risikoabsicherung bitte auch mal hier lesen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,351455,00.html

Zitat

- Wer einmal aus dem gesetzlichen oder privaten System gefallen ist, schafft es vor allem als Alter oder Kranker nicht wieder zurück.

- Die gesetzlichen Kassen nehmen freiwillige Mitglieder grundsätzlich nur im direkten Anschluss an eine bestehende Versicherung auf. "Wer nicht innerhalb von drei Monaten einen Antrag stellt, kann später kaum wieder zurück" Das gilt für Kinder, die aus der Familienversicherung herauswachsen genauso wie für Arbeitnehmer, die sich selbstständig machen.

- Die privaten Versicherer suchen sich ihre Mitglieder aus. Jenseits der 30 Jahre sind die Beiträge nicht mehr verlockend niedrig. Zudem können die Altersrückstellungen, die junge Mitglieder einzahlen, damit die Beiträge im Alter nicht steigen, nicht von einer privaten Kasse zur nächsten mitgenommen werden. "Die Angebote für eine Neuversicherung liegen dann zum Teil bei 600 bis 700 Euro"

- Einziger Ausweg für die Betroffenen ist oft ein Angestelltenverhältnis, denn die Versicherungspflicht ermöglicht die Rückkehr in das gesetzliche Krankensystem. Wer den Schutz ein Jahr aufrechterhält, darf sich danach auch wieder freiwillig gesetzlich versichern.

ABER

- für Menschen, die älter als 55 Jahre sind, hat der Gesetzgeber besondere Hürden festgeschrieben. Egal ob angestellt oder nicht, wenn die Antragssteller in den letzten fünf Jahre keinen Bezug zur gesetzlichen Krankenkasse nachweisen können, bleibt ihnen der Zugang versperrt.

- Diese Regelung schrieb Ministerin Andrea Fischer im Zuge der Gesundheitsreform in das Sozialgesetzbuch, um die gesetzlichen Kassen gegen die Rückkehr älterer Privatversicherter abzuschotten. Wer in jungen Jahren Beiträge spart, soll in der Privaten bleiben, auch wenn die Prämien steigen.

Ich kenne einige "Gutverdiener", die mit 55 winselnd an der Tür der GKV anklopften, um sich dort mit irgendwelchen Tricks wieder reinzumogeln, weil die PKV mehr als 700 EUR haben wollte. Das ist natürlich genau das Verhalten, das die Beitragssätze der GKV kaputt macht, weil eben viele Alte und Kranke PKV-Flüchtlinge hohe Kosten verursachen, ohne in jungen Jahren eingezahlt zu haben.
Ansonsten helfen Übersichten wie von Laserpointa oben erwähnt ganz gut.
Seitenanfang Seitenende
21.09.2010, 16:32
...neu hier

Beiträge: 5
#14 Also ich habe kürzlich zur Allianz gewechselt. Für mich als relativ jungen Menschen (26J.) lohnt sich das auf jeden Fall und was in 30 Jahren mit unserem Gesundheitssystem ist, weiss doch sowieso kein Mensch. Die Tarife sind in meinem Fall echt günstig und der Service stimmt (bis jetzt) auch. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich bis dato ziemlich gesund bin und keine grossen Ansprüche an meine PKV hatte. Das sollte jeder individuell aussuchen und ausgiebig vergleichen.
Seitenanfang Seitenende
07.10.2010, 21:21
...neu hier

Beiträge: 4
#15 Ich glaube es bringt einfach nichts, sich eine private Krankenversicherung von irgendjemanden hier empfehlen zu lassen. In der privaten Krankenversicherung ist jeder Tarif eh individuell und sieht bei jedem anders aus. Wenn du eine ordentliche Krankenversicherung haben möchtest solltest du die Tarife vergleichen lassen. Entweder von einem Makler oder per Vergleich auf einer Internetseite. Hab vor zwei Monaten zur Central gewechselt und vorher einen Online-Vergleich gemacht. das hat mir einiges erleichtert
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