Backup / Datensicherung Strategien - Anleitung und Tools

#0
09.10.2005, 19:31
Member
Avatar Laserpointa

Beiträge: 2175
#1 Hi,

eine sehr gute Einführung und Auflistung von Tools zum Thema:
Datensicherung für den Einzelplatzrecher gibt es hier:

//edit da die Beiträge nicht mehr ganz zugänglich sind:

Teil 1:

Zitat

Ihre Daten sind wichtig

Immer mehr Daten sammeln sich auf immer größeren Festplatten an - und die Abhängigkeit von diesen Daten wächst. Wichtige Absprachen werden in E-Mails festgehalten, die gesammelten Kontaktdaten eines Berufslebens in Outlook oder ähnlichen Programmen gehortet, dazu kommen noch die Daten aus der "Tagesproduktion" wie Briefe, Rechnungen, Angebote und Kalkulationen, Texte, Gutachten usw.

Während sich in größeren Firmen meist Fachleute um das Sichern täglich anfallender Daten, das so genannte Backup kümmern, steht dieses Thema im Home-Office, bei Freiberuflern und anderen kleinen Betrieben meist nicht auf der Liste täglicher Pflichten. Daten werden nur gelegentlich gesichert. Selten gibt es Konzepte zur Datensicherung, noch seltener durchdachte und an die individuellen Gegebenheiten angepasste Konzepte: Backup gehört zu den Stiefkindern des kleinen Büros. Obwohl dort natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass etwas Ungeahntes passiert, nicht geringer ist als in größeren Betrieben: Rechner können gestohlen werden, aufgrund mechanischer oder elektronischer Schäden versagen, durch Virenbefall blockieren oder einfach durch Schusseligkeit des Benutzers ihren Dienst versagen.

Häufig kommen solche Ereignisse zwar nicht vor. Aber wenn es passiert, dann können die Auswirkungen schnell gravierend sein und langfristig nachwirken, weil zum Beispiel Abrechnungs- oder Kontaktdaten verloren gehen. Selbst wenn es gelingt, Daten zu retten oder durch Datenrettungsdienste wiederherstellen zu lassen, wird das normalerweise sehr teuer: Die Kosten für professionelle Datenrettung summieren sich schnell zu Tausenderbeträgen. Dazu kommen Verdienstausfall und Fristen, die man nicht einhalten kann. Dass Datenverlust immer eintritt, wenn eine Deadline vor der Tür steht, kann objektiv nicht bestätigt werden. Die Wahrscheinlichkeit für durch Nutzerversagen verursachte Verluste steigt allerdings mit zunehmendem Termindruck und Überarbeitung. Backups schützen außerdem nicht nur vor Datenverlust durch "Katastrophen" wie Rechnerklau, Plattencrash oder Lesefehler der Festplatte. Auch vom Nutzer selbst irrtümlich gelöschte Dateien können leicht wiederhergestellt werden, wenn man ein vollständiges, vernünftig systematisiertes Backup im Hintergrund hat.


Backup-Ziele und -Strategien
Backup ist mehr als "Daten woanders speichern":
• Ziel muss es sein, Daten lückenlos rückverfolgbar und in einer nachvollziehbaren Ordnung systematisiert zu sichern.
• Wichtig ist auch die Frage, wie man die Daten vollständig mit vernünftigem Aufwand wieder in den laufenden Betrieb zurückholen kann, wenn der "worst case" doch einmal eintritt.
• Außerdem muss dabei auch bedacht werden, dass ungewolltes Überschreiben noch intakter Daten mit veralteten Daten aus dem Backup ausgeschlossen sein muss.
• In die Planung der geeigneten Backup-Strategie muss auch einfließen, wie lange zurückverfolgbar Ihre Daten sind bzw. sein sollten. Das hängt vor allem von der Art Ihres Geschäfts ab: Ein tagesaktuell arbeitender Journalist braucht kürzere "Lagerfristen" als beispielsweise ein Architekturbüro, in dem Projekte sich leicht über mehrere Jahre hinziehen.

Es gibt verschiedene Backup-Muster, die wir im folgenden vorstellen. Eines dieser Muster sollten Sie für sich wählen und an Ihre Anforderungen anpassen.

Dabei gilt: Hundertprozentig sichere Backup-Strategien gibt es wohl nicht - und man muss immer auch auf die Balance von möglichst großer Sicherheit und der Machbarkeit im Alltag achten. Wenn man sich dabei ertappt, die Backup-Disziplin schleifen zu lassen, sollte man auch überlegen, ob man am verwendeten System etwas vereinfachen kann - ohne dass dies zu Lasten der Backup-Qualität geht.

• Für Vollsicherungen werden komplette Dateisysteme auf den Sicherungs-Datenträger kopiert. Dazu benötigt man in jedem Fall mindestens einen zweiten Datenträger mit ausreichender Kapazität, auf dem alle Daten gespeichert werden können. Eine externe Festplatte oder ein RAID-System bieten sich hier an. Vorteil des Verfahrens: die Daten können zügig wiederhergestellt werden. Der Nachteil: die Durchführung dauert lange und ist oft auch unnötig, weil nicht alle Daten regelmäßig verändert werden.
• Das so genannte inkrementelle Verfahren sichert nur die seit der letzten Sicherung veränderten Dateien. Ein komplettes Backup sollte auf jeden Fall das Fundament für inkrementelle Backups bilden, danach werden jeweils nur noch die geänderten Daten gespeichert. Tagesaktuelle Backups lassen sich so schnell erledigen - und werden dann auch konsequenter durchgeführt. Das Verfahren hat leider zwei Nachteile: Wenn das Grund-Backup verloren geht oder unbrauchbar wird, sind die inkrementell gesicherten Daten weitgehend wertlos. Zudem kann das Restore (die Wiederherstellung) der Daten eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, da man ja die Sicherungsmedien einer längeren Periode einzeln einspielen muss.
• Die Kombination aus Vollsicherung und Inkrementen hat sich ganz gut bewährt. Ein gängiges Zeitschema dafür: Einmal pro Woche eine neue Vollsicherung, dann ein Mal täglich ein inkrementelles Backup.
• Eine brauchbare Alternative ist die partielle Sicherung. Dabei fasst man alle wichtigen Dateien beispielsweise in einem Ordner zusammen und sichert diesen - am besten täglich auf wiederbeschreibbare Medien. Dabei sollte man mit mindestens zwei vollständigen Sätzen von Backups arbeiten, die man abwechselnd benutzt. Backup-Software kann Ihnen das Anlegen solcher Sammelordner ersparen, indem die wichtigen Ordner und Dateien in definierten Backup-Jobs zusammengefasst werden.


Tipp: Welche Daten sollen in die Sicherung einbezogen werden?
Was sind überhaupt wichtige Daten? Ihre Text- und Tabellendokumente? Die MP3-Sammlung? Fotos? Unbedingt sollte das gesichert werden, was am schwersten wiederzubeschaffen ist. Dazu gehören Adressen und Kontaktdaten, Dokumente und Fotos, Dokumentvorlagen und Template, PGP-Schlüssel und Daten aus dem Passwort-Safe: Alle selbst erstellten bzw, mühsam gesammelten Daten.

Aber auch vom System automatisch angelegte Systemdaten können wichtig sein! Es lohnt sich in jedem Fall, den Rechner gründlich zu inventarisieren und zu überlegen, wo überall solche wichtigen Daten versteckt sein könnten. Achtung: Zahlreiche Programme unter Windows speichern Daten nicht nur in ihrem eigenen Verzeichnis, sondern auch unter "Anwenderdaten" ab.

Mögliche Backup-Medien
Welches die besten Medien für die von Ihnen verfolgte Strategie sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Relevant sind:
• das von Ihnen produzierte Datenaufkommen,
• bereits vorhandene Hardware und
• die vertretbaren Kosten für etwaige Hardwareanschaffungen und Verbrauchsmedien wie CD-Rom oder DVD.
• Es gibt schnelle Sicherungsmedien wie USB-Sticks und langsame wie z. B. Bänder. Auch der tatsächliche Aufwand, um die Sicherungen konsequent durchzuführen, sollte bedacht werden. So ist es sicherlich lästiger, vor Feierabend noch CD-ROMs zu brennen, als schnell den USB-Stick zu zücken, um die Tagesproduktion zu sichern.
• Gerade für langfristige Datenkonservierung spielt auch die Lebensdauer der Datenträger eine Rolle.

Da Sie Ihr Business und sich selbst am besten kennen, sollten Sie auch entscheiden, welches Medium oder welche Kombination von Medien die beste ist. Eine Übersicht der bekannten Möglichkeiten:

• RAID-Systeme: Ein RAID-System (die Abkürzung steht für Redundant Array of Inexpensive Disks oder manchmal auch Independent Disks) organisiert mehrere - mindestens zwei - physikalische Festplatten zu einem einzigen logischen Laufwerk. Die Zusammenarbeit der Festplatten kann durch Hardware-Bestandteile oder z.B. unter Linux oder Win XP softwareseitig koordiniert werden. So kann Festplatte 2 den Inhalt von Festplatte 1 in Echtzeit spiegeln und stellt ein "Live-Backup" dar, das zumindest gegen das Versagen einer der Platten schützt. Datenverlust Feuer, Diebstahl oder schwerwiegende, elektronische Fehler des Rechners können so natürlich nicht wirksam ausgeschlossen werden. Andererseits haben Sie damit kaum Arbeit, wenn es einmal eingesetzt ist, und können im Notfall recht schnell weiterarbeiten. Trotzdem sollte das nicht die einzige Sicherung sein.
• Magnetbänder: Backup per Band ist nur sinnvoll bei großen Datenmengen. Die Bandsicherung wird mit Kapazitäten von 100 bis 600 GByte fertig, Bänder sind theoretisch lange haltbar, müssen aber sehr sorgfältig gelagert werden. Für Einzelnutzer eine eher überdimensionierte Lösung.
• Optische Medien wie CDs, wiederbeschreibbare CDs und DVDs sind einfach nutzbar, Brenner sind nicht teuer und meist sowieso schon vorhanden. Bei CDs kann die Kapazität problematisch sein, wenn man nicht nur "schmale" Textdaten sichern will, sondern zum Beispiel auch Bildarchive. Problematisch ist allerdings die Lebensdauer solcher Medien, die bei vier bis fünf Jahren liegt. In gar nicht so seltenen Fällen (z.B. Verbiegung durch aufgeklebte Etiketten) liegt sie deutlich darunter. Der Zugriff auf CD und DVD ist recht langsam, was gegen diese Datenträger spricht, wenn große Datenmengen wieder eingespielt werden müssen.
• Externe Festplatten sind eine recht gute Lösung für Komplett-Backups. Man kann sie mit nach Hause nehmen oder zumindest an einem anderem Ort lagern als den Rechner. Sie sind einfach zu benutzen und nicht allzu teuer. Die Verbindung zum Rechner kann sich allerdings als Nadelöhr erweisen und das Backuppen bremsen. Ab Größen von 60 GB können bei den kühlerlosen, externen Platten auch schon mal Überhitzungsprobleme auftreten - es gibt hier also ein Kapazitäten-Limit.
• USB-Sticks sind klein, günstig, schnell zur Hand und für Tagesbackups durchaus geeignet.
• Online-Storage-Lösungen erfordern eine Flatrate und schnelle Uploadraten. Auf den Online-Backup-Server können Sie überall zugreifen, wo es eine Internet-Anbindung gibt - wenn die ausfällt, sieht's also schlecht aus. Zudem ist man dem Sicherheits- und Serviceanspruch seines Backup-Anbieters mehr oder weniger ausgeliefert - besonders bei vertraulichen Daten nicht jedermanns Sache. Richtig günstig sind solche Services im Allgemeinen noch nicht.

Tipp: Backup-Lagerung getrennt vom Rechner!
Das schönste Backup hilft nichts, wenn es zusammen mit Ihrem Rechner Schaden kommt. Eine strikte, räumliche Trennung ist unbedingt anzuraten. Sensible Speichermedien wie Bänder müssen besonders sorgfältig aufbewahrt werden. Aber auch CDs und DVD's brauchen für längerfristige Lagerung mehr als Papierhüllen und einen Karton. Geschäftssensible Daten wiederum gehören hinter Schloss und Riegel.
Teil 2:

Zitat



Worauf kommts an?

138.000 Treffer liefert Google, wenn man in deutschsprachigen Sites nach "backup" und "programme" sucht. Software, die beim Anfertigen und Verwalten von Backups und - im Ernstfall - dem Zurückspielen von Daten auf den Rechner (Restore) hilft, gibt es für alle Betriebssysteme, für unterschiedliche Medien und verschiedene Anforderungen von remote zu verwaltender Datensicherung im Firmennetzwerk bis zu kleinen Backup-Lösungen für spezielle Programme.

So ist beispielsweise Mozilla Backup auf das Sichern von Browser-Daten der Netscape/Mozilla-Familie spezialisert, , die "Sicherung für Persönliche Ordner"Mitglieder auf Outlook-Backups und der Outlook Express Wizard auf den von OE erzeugten Datenbestand. Große Unterschiede gibt es auch hinsichtlich des Bedienungskomforts und den zu Verfügung stehenden Optionen, den Möglichkeiten, die man beim Restore hat, der Dateiverwaltung und der unterstützten Backup-Strategie. Manche Programme erlauben Voll-, differenzielle und inkrementelle Backups, manche nur Vollbackups, andere sind lediglich für die Sicherung einzelner Ordner ausgelegt.

Wie soll man in dieser Vielfalt das "richtige" - zu den eigenen Anforderungen passende -Programm finden? Was "können" Backup-Programme? Welches sind realistische Anforderungen an ein Backup-Programm? Bevor ich Ihnen drei unterschiedlich ausgerichtete Programme etwas näher vorstelle, hier eine Checkliste, die Ihnen hilft, das geeignete Programm für Ihre Anforderungen zu finden. Datei- und Ordnerverwaltungsfunktionen, Bedienungskomfort, Recovery-Optionen und Backup-Ziele, die angesteuert werden können, sind wichtige Entscheidungskriterien.

Die Checkliste für Backup-Software:
• Wird zuverlässig festgestellt, welche Dateien bereits gesichert sind und seit dem letzten Backup nicht verändert wurden? Dann müssen nur die veränderten Dateien erneut kopiert werden, das spart Zeit.
• Können die Ordnerstrukturen des Originals im Backup nachgebildet werden?
• Verkraftet das Backup-Programm den Umgang mit unterschiedlichen Dateisystemen, zum Beispiel: NTFS auf der Festplatte, aber FAT auf dem USB-Stick?
• Können beim Recovery auch einzelne Dateien zurückgespielt werden? Das ist wichtig, wenn Sie eine einzelne, irrtümlich von der Festplatte gelöschte Datei zurückhaben möchten!
• Wie schnell ein Restore geht, richtet sich natürlich vor allem nach dem von Ihnen gewählten Backup-System, aber: Welche Optionen bietet das Backup-Programm für den Ernstfall, dh. wenn eine Datenrettung nötig wird, an?.
• Ist das irrtümliche Überschreiben neuerer Versionen einer Datei (auf Ihrer Festplatte) mit älteren Versionen (vom Backup) ausgeschlossen oder erschwert? Beim kompletten Zurückschreiben eines Backups kann leicht etwas schiefgehen!
• Welche Automatismen bietet das Programm an, um tägliche Backups einfacher zu machen? (Sind Wechselbackups (auf zwei oder mehr Medien im Wechsel) möglich? / Gibt es automatische Backups, die im Hintergrund laufen können? / Können Sie mehrere Backup-"Jobs" definieren und verwalten? Lassen sich beispielsweise verschiedene Datei- und Ordnerkonstellationen auf unterschiedliche Ziele speichern?
• Kann das Programm Dateien auch vernünftig archivieren? Mit manchen Backup-Programme können Sie mehrere Versionen einzelner Dateien parallel verwalten und datumsgenau wiederherstellen.
• Wenn auf CD-Rom oder CD-RW gesichert werden soll: kann das Programm größere Ordner in CD-gerechte "Häppchen" aufteilen?
• Kann das Programm auf optische Medien schreiben?
• Werden Sie über den (Miss-)Erfolg des Backups unterrichtet? Gibt es z.B. ein Protokoll? Gerade Systemdateien werden nicht immer reibungslos gesichert, wenn sie in Gebrauch sind. Und auch bei Backupversuchen auf belegte Speichermedien ist ein Alarm sinnvoll.


Personal Backup: Flexibel, "kostnix", gut
Auf der Website der Uni Kiel findet sich Jürgen Rathlevs Backup-Freeware Personal Backup, seit September in der Version 3.3 erhältlich.
* Betriebssystem(e): Win XP, Win 2000, Win 98, Win NT, Win ME, Win 95, Win Server 2003
* Installation: Kommt als 3,2 MB großes ZIP. Für die Installation auf Win 9.0 und NT ist der Microsoft-Installer Vers. 2.0 erforderlich, für diese Betriebssysteme gibt es ein eigenes, dann rund 5 MB großes Paket.
* Kosten: Freeware
* Homepage/ Bezug: www.ieap.uni-kiel.de/surface/ag-berndt/down-home.html

Personal Backup ist ein Universalist, der nahezu alle Backup-Wünsche erfüllt. Eine gewisse Einarbeitungszeit ist nötig, danach können Sie sich aber verschiedene Backup-Aufträge zusammenstellen. Fertig konfigurierte Aufträge lassen sich einfach speichern, bei Bedarf anpassen und auf Knopfdruck starten. Nur das direkte Schreiben auf optische Medien ist nicht möglich, kann aber natürlich mit normaler Brennsoftware von den Verzeichnissen erfolgen, die Personal Backup zusammengestellt hat.

Ansonsten haben Sie beim Zielverzeichnis freie Wahl: Das Programm steuert sowohl Partitionen auf der Festplatte als auch externe Platten oder portable Medien wie USB-Sticks an. Es funktioniert auch im Netzwerk und kann Daten auf Netzwerk-Server sichern. Mehrbenutzerumgebungen werden unterstützt.

Bei der Auswahl der zu sichernden Daten haben Sie größtmögliche Gestaltungsfreiheit. Sie erfolgt verzeichnisweise, einzelne Unterverzeichnisse und Dateien können in einem Auswahlfenster mit Verzeichnisbaum wieder ausgeschlossen werden. Auf Wunsch bleibt die originale Verzeichnisstruktur dser Festplatte erhalten, was das Wiederfinden einzelner Dateien enorm erleichtert (die Laufwerksbuchstaben werden im Backup zur besseren Unterscheidung leicht modifiziert: statt "C" "LwC" usw.). Einzelne Dateitypen und Dateien eines bestimmten Entstehungsdatums können mithilfe von Filtern gezielt vom Backup ausgeschlossen bzw. einbezogen werden.

Sie können verschiedene Backup-Strategien nutzen und werden dabei von Personal Backup wirkungsvoll unterstützt. Wenn Sie inkrementell sichern wollen, können Sie entweder von Hand ein Datum eintragen, ab dem Dateien gesichert werden oder das Archivbit der Datei verwenden - ein für Sie unsichtbarer Eintrag in en Dateiheader, den Dateien unter Windows einsetzen, um zu signalisieren, ob sie verändert wurden. Auch Vollbackups sind problemlos möglich. Wer bei differenziellen Backups abwechselnd auf verschiedene Zielverzeichnisse sichern möchte, kann diese automatisch tages- oder wochenweise wechseln.

Das Backup wird entweder von Hand ausgeführt - wenn der Auftrag einmal zusammengestellt und gesichert ist, geht das mit einem Klick - oder kann auch ganz automatisch erfolgen. Das automatische Backup startet wahlweise bei Anmeldung oder Abmeldung des Benutzers oder zu einer bestimmtenTageszeit. Wer möchte, kann das Programm übrigens auch in Verbindung mit dem Windows-Taskplaner nutzen, um Backups auszuführen.

Beim Zurückschreiben kann gezielt auf einzelne Dateien zugegriffen werden - das funktioniert auch mit dem normalen Datei-Verwaltungsprogramm. Soll tatsächlich ein Backup komplett wieder eingespielt werden, bietet ein Dialogfeld zahlreiche Optionen. Dem unerwünschten Überschreiben intakter neuerer Dateien durchs ältere Backup wird so entgegengewirkt.

VersionBackup: Cleveres Versionsmanagement
ersionBackup Master und der etwas kleinere "Bruder" Version Backup sind nicht nur mehr oder weniger ausgefeilte Kopierhelfer wie andere Backup-Programme, sondern eine ausgewachsene Backup-Archiv-Verwaltung. Auf Wunsch wird für jeden Tag eine eigene Version der Dateien gesichert, ohne die Vorversionen zu überschreiben. Dadurch sind längere Speicherhorizonte möglich. Sie können von Ihren Dateien oder Verzeichnissen nicht nur den Stand des letzten Backups wieder herstellen, sondern auch den Stand beliebiger früherer Tage - und das bei verblüffend einfacher Handhabung.

VersionBackup Master - Kurz und knapp

* Betriebssystem(e): Win XP, Win2000, WinME, WinNT, Win9x
* Kosten: 48 Euro
* Probe-Version: 30 Tage kostenlos, danach ist Registrierung fällig.
* Extras: Die etwas kleinere, nicht netzwerksfähige Version "Version Backup" (ohne "Master") ist Freeware (aber nur für private Nutzer).
* Homepage/ Bezug: www.versionbackup.de. Auf der etwas wirren Herstellerhomepage ist der Download beider Versionen möglich, dort finden sich außerdem auch detailierte Infos zum Gebrauch der Programme.
Werden inkrementelle Backups durchgeführt, kann das Zurückspielen unter normalen Umständen etwas mühselig sein, weil mehrere Speichermedien herangezogen werden müssen, bis der alte Stand komplett wiederhergestellt ist. Mit VersionBackup entfällt dieser Nachteil des inkrementellen Verfahrens. Daneben sind auch normale Vollbackups, zeitgesteuerte Backups und automatisierte Sicherungsvorgänge z.B. beim Hoch- oder Herunterfahren des Rechners möglich. Die Hersteller-Site enthält zahlreiche hilfreiche Informationen zur Einarbeitung, darüber hinaus wird den Besitzern einer gültigen Lizenz ein dreijähriger E-Mail-Support zugesichert.

Discsafe: Spezialist für optische Medien

Die etwas hemdsärmelige Präsentation des Tools im Netz sollte einen nicht zu einem vorschnellen Urteil über Discsafe (inzwischen 2.0) verleiten. Das Backup-Tool, das seinen Leistungsschwerpunkt klar im Sichern auf optische Medien wie DVD und CD hat, verfügt über gute Funktionalität und eine angenehme Benutzerführung. Das Speichern auf DVD/ CD wird unterstützt durch das sogenannte Discspanning (Aufteilung von Ordnern, wenn mehrere DVDs/ CDs benötigt werden), zum Erstellen von Etiketten steht ein Label-Editor zur Verfügung.

Discsafe - Kurz und knapp

* Betriebssystem(e): Win XP, Win 2000, Win Me, Win NT, Win 9x - netzwerkfähig!
* Unterstützte Medien: DiscSafe unterstützt die Datensicherung auf herkömmliche CD-Rohlinge, überlange CD-Rohlinge sowie auf DVD-R, DVD+R, DVD-RW, DVD+RW und die als besonders archivtauglichen DVD-RAM.
* Kosten: 39,95 Euro
* Probe-Version: Ja, mit 14-tägiger Funktionalität.
* Homepage/ Bezug: www.discsafe.de
Auch die klassichen Backup-Aufgaben erledigt Discsafe: zeitgesteuerte (alle x Stunden...) und automatisierte Backups und Anlegen und Verwalten verschiedener Jobs. Die Restore-Optionen sind nicht ganz so differenziert wie beim Archivspezialisten Version Backup, schlimme Pannen können jedoch durch geeignete Voreinstellungen ausgeschlossen werden.


Tipp: Backup mit der Brenner-Software?
Viele Brennprogramme beinhalten ebenfalls eine Backup-Funktion, mit der Backups direkt auf CDs oder DVDs geschrieben werden können. Das ist sicherlich besser als gar keine Datensicherung, aber nicht immer haben die so erstellten Backups dann alle wichtigen Eigenschaften. So können Backups, die mit der Funktion "Festplatte sichern" von Aheads Nero 6 erstellt wurden, nur im Ganzen wieder eingespielt werden. Es ist nicht möglich, einzelne Dateien gezielt wiederherzustellen. Die Gefahr, dass bei einem solchen Manöver neue mit älteren Dateiversionen überschrieben werden, ist groß! Zudem muss man sich bei dieser Art von Gesamtbackup als DJ betätigen und den Brenner mit leeren CD's füttern, bis die ganze Festplatte auf CD-Rom geb(r)annt ist...


Fazit

"Das" eine beste Backup-Programm gibt es nicht. Die zu erledigenden Aufgaben, Ihre individuelle Backup-Strategie und das gewählte Medium geben vor, welche Eigenschaften das geeigneteste Programm haben muss. Festhalten kann man aber, dass es gute und zuverlässige Lösungen bereits als Freeware gibt, etwa das oben vorgestellte Personal Backup. Mit etwas Geduld lässt sich auch für spezielle Anforderungen das passende bezahlbare Programm finden. Nehmen Sie sich Zeit für die Programmauswahl, sie ist gut investiert.
Quelle:
Teil 1 Einführung
Teil 2 Programme

Greetz Lp
Dieser Beitrag wurde am 17.11.2005 um 15:53 Uhr von Laserpointa editiert.
Seitenanfang Seitenende
09.10.2005, 20:28
Ehrenmitglied
Avatar Sabina

Beiträge: 29434
#2 Hallo@Laserpointa

sehr gute Links, ich habe schon lange sowas gebraucht ;)
Gibts noch mehr ???
__________
MfG Sabina

rund um die PC-Sicherheit
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10.10.2005, 08:52
Member

Beiträge: 462
#3 Hi @All,

ich muss Sabina zustimmen, fand die Links von Laserpointa auch sehr informativ :yo

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat auf seiner Bürgerseite auch ein Kapitel der Datensicherung gewidmet:
http://www.bsi-fuer-buerger.de/daten/index.htm

In der "Toolbox" haben sie dann noch eine Kurzbeschreibung des kostenlosen Programms TrayBackup.

Gruß
RollaCoasta
__________
U can get it if u really want! (J.Cliff)
Dieser Beitrag wurde am 10.10.2005 um 08:57 Uhr von RollaCoasta editiert.
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