Datensicherheit im W98-Netz

#0
01.02.2002, 17:27
...neu hier

Beiträge: 5
#1 Hallo, ich hatte heut folgendes Phänomen: Eine Datei (gescanntes Passbild von mir), die 3 Minuten zuvor ein Kollege in meinem Beisein per Diskette auf meinen Rechner kopiert hatte (wirklich nichts, kein einziger Ordner ist freigegeben), entdeckte ich zufällig im Vorbeigehen bei einem anderen Kollegen auf dem Monitor. Ich habe nichts gesagt, wüsste aber gern, wie so etwas möglich ist. Der Kollege ist zwar als "Hacker" verschrien, aber bisher gab es keine Probleme. Ich wüsste gern, was da läuft. So was wie einen Netzverantwortlichen gibt es, das ist eben jener welcher...;-[

Kann jemand helfen?

Boris
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01.02.2002, 18:56
Member

Beiträge: 67
#2 Oha, diese Arbeitsweise kann ihm gut den Job kosten!!!

Fakt ist, es gibt unzählige Überwachungsprogramme und Trojaner womit man dies als Administrator sehen und überwachen kann, auch Emails mitzulesen oder auch zum Beispiel genau deinen Desktop auf seinem Bildschirm anzuzeigen ist nicht schwer!!
Da er wohl als Netzwerkverantwortlicher so ziemlich alles kann, bringt es im Prinzip wenig, da mit Gegentools aufzutauchen...
Wenn du möchtest, kann ich aber gerne über einige berichten!

Falls du dich gestört fühlst, solltest du das auf jeden Fall dem Chef berichten...
Viel Glück

Ando
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01.02.2002, 19:51
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Themenstarter

Beiträge: 5
#3 Hi Ando, danke erstmal für Deine Antwort. Die Sache hat für mich verschiedene Aspekte:
1. Ich bin neu in der Firma auf Probezeit, das mit dem Chef ist keine so gute Idee, ich hab das Gefühl, da hat sich jemand unabkömmlich gemacht.
2. Als Laie wurde mir gesagt, in diesem kleinen Netz hätten alle die gleichen Rechte, wenn Dateien ausgetauscht werden müssen, geschieht das hier auf Zuruf: geh mal in diesen oder jenen Ordner und hol die das und das raus oder umgedreht.
3. Wie kann ich mich (halbwegs) dagegen schützen.
4. >>Fakt ist, es gibt unzählige Überwachungsprogramme und Trojaner womit man dies als Administrator sehen und überwachen kann, auch Emails mitzulesen oder auch zum Beispiel genau deinen Desktop auf seinem Bildschirm anzuzeigen ist nicht schwer!!>> Hört sich beängstigend an. Ich würds deshalb gern verstehen. Gibt es irgendwo etwas lesbares (link), damit ich zumindest verstehe und nachvollziehen kann, was geschieht.
5. Zu 1. Das müsste ja auch irgendwie beweisbar sein, eine einfache Behauptung wäre bestimmt nicht so gut, also was evtl. sogar ausdruckbares.
6. >Wenn du möchtest, kann ich aber gerne über einige berichten! > Wenn es verstehbar für Netzwerkanfänger ist, sehr gern.

so long

Boris
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01.02.2002, 20:10
Member

Beiträge: 67
#4 erstmal was zur Thematik, im Net gefunden:

Zitat

Neugierige Arbeitgeber & öffentliche Computerarbeitsplätze
Arbeitgeber interessieren sich nicht erst seit dem Internetzeitalter dafür, wie die Ange-
stellten ihre Arbeitszeit nutzen. Jede Minute, in der ihr nicht wie vorgeschrieben arbei-
tet, sondern anderen Interessen nachgeht, gilt als herausgeworfenes Geld. Durchs Inter-
net hat sich daran verändert, daß am mittlerweile verbreiteten Bildschirmarbeitsplatz,
der permanent mit dem Internet verbundenen ist, das Surfen und Mailen eine nahelie-
gende Freizeitbeschäftigung ist. Andererseits gibt es in Computernetzwerken auch viel
bessere Möglichkeiten, unerwünschtes Abschweifen von der Arbeit zu unterbinden oder
aber unauffällig zu beobachten. Firmenfirewalls sperren teilweise den Zugang zu be-
stimmten Internet-Diensten (wie z.B. das Chatten per Instant-Messenger) oder den Be-
such von Zig-Tausend bestimmten Websites. Während sich solche Sperren schnell be-
merkbar machen, ist das statt dessen (oder gleichzeitig) stattfindende Beobachtetwerden

am Computerarbeitsplatz ein härteres Mittel ­ ihr werdet es oft erst bemerken, wenn ihr
wegen zu vieler versurfter Minuten diszipliniert oder gar rausgeworfen werdet.
Im Prinzip habt ihr auch am Arbeitsplatz eine einklagbare Privatsphäre. Insbesondere
das systematische Überwachen der Effizienz, mit der ihr die aufgetragene Arbeit erle-
digt, hat ihre Grenze am Persönlichkeitsrecht. Allerdings ist es oft alles andere als
leicht, dieses Recht aus der Position des Gehaltsempfängers gegen den Chef geltend zu
machen. Wer einen Betriebs- oder Personalrat im Rücken hat, hat es hierbei prinzipiell
besser: Der Betriebsrat kann solche Interessen wahrnehmen, weil der Arbeitgeber die
gewählten Vertreter der Belegschaft nicht entlassen darf, um sie mundtot zu machen.
Wenn z.B. das Internet-Benutzungsverhalten durch die Betriebsleitung allgemein be-
schränkt wird, erfährt es in aller Regel der Betriebsrat und kann gegebenenfalls die In-
teressen der Belegschaft geltend machen, schon vor der Anwendung von Repressionen
im Einzelfall. Einer Beobachtung der Mitarbeiter bei deren Internetnutzung muß

er sogar zwingend zugestimmt haben (§87 BetrVG). Wenn ihr genauer wissen wollt, wie
man einen Betriebsrat gründet und was man damit machen kann, solltet ihr euch unbe-
dingt an eure Gewerkschaft wenden.
Was der Chef (oder der Systemadministrator) in der Firma von Gesetz wegen darf,
müßt ihr wissen, um euch vor Disziplinierung oder Rauswurf zu schützen. Ein anderer
Aspekt ist jedoch, daß ihr vielleicht einfach nicht wollt, daß euer Chef z.B. private
Emails mitliest, die ihr am Arbeitsplatz geschrieben habt ­ und sei es auch nur, daß er
insgeheim mitliest, ohne daß dies rechtliche Folgen für euch hat.
Das ist im Regelfall nur sehr schwer zu verhindern. Soviel sei zum Gebrauch von
fremden Computern, insbesondere Computernetzwerken, ganz allgemein gesagt, ob es sich nun
um solche in Schule, Uni, Bibliothek oder im Job handelt: Nichts, was ihr an solchen Geräten
eintippt, bleibt zuverlässig privat! Mit leicht erhältlichen Programmen kann heute jeder
Laie z.B. alle gemachten Tastatureingaben aufzeichnen, einschließlich euren Paßwör-
tern, ohne daß ihr etwas davon merkt.
Wie in anderen Dingen auch, so sind die USA Vorreiter bei der Beobachtung von Com-
puterarbeitsplätzen. Annähernd drei Viertel (73,5%) der großen US-Firmen berichten,
daß sie Kommunikation und Aktivitäten ihrer Angestellten am Arbeitsplatz aufzeichnen
und überprüfen, einschließlich ihrer Telefonate, Emails, Internet-Verbindungen und

Computerdateien. Diese Zahl hat sich seit 1997 verdoppelt, bedingt durch ein drama-
tisch gestiegenes Interesse der Arbeitgeber daran, was ihre Angestellten an ihren Com-
putern machen. Eines von vier Unternehmen gibt an, daß es wegen des Mißbrauchs von
Telekommunikationsanlagen Angestellte entlassen hat." (Der komplette Artikel in Eng-
lisch unter http://www.amanet.org/press/archives/elecmont.htm )
Dieser Beitrag wurde am 01.02.2002 um 20:11 Uhr von Ando editiert.
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01.02.2002, 20:20
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Themenstarter

Beiträge: 5
#5 Hi Ando, das geht ja flott hier, ich hab inzwischen mich auch aufgemacht und lese fleissig http://home.pages.at/heaven/sec.htm find ich recht informativ, wenn Du noch was anderes weisst, immer her damit, ich lern gern.

Boris
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