Wie lebt mein Akku am längsten??? - Notebook

#0
14.11.2004, 00:09
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#1 so,habe mir heute ein Notebook geholt und wüsste gerne,wie die optimale Akkupflege aussieht! Muss ich den Akku immer ganz leer machen,bevor ich lade??Und was ist,wenn ich den Akku über Nacht lade und er im vollen Zustand dann noch stundenlang am Netzt bleibt??

Danke schon mal im Voraus!!
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14.11.2004, 00:22
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#2 naja, wichtig ist auf jeden fall, das Du das Energiemanagement individuell in der Systemsteuerung anpasst ... ansonsten Bildschirm nicht zu hell stellen.

Zitat

Akkupflege eines Notebooks
Vorweg lässt sich sagen: Jeder aktuelle Akku verliert an Kapazität und Laufzeit, das ist unvermeidlich. Aber man kann einiges tun, damit die Lebenszeit des Akkus verlängert wird. Dabei muss man nicht zusätzlich in spezielle Sachen investieren. Nein, es reicht, wenn man sich bewusst ist, wie man im alltäglichen Gebrauch das Notebook nutzen und wie man den Akku belasten sollte.

Man muss eigentlich nicht viel tun, um die Laufdauer seines Akkus zu verbessern. Für alle diejenigen, die Ihren Laptop häufig am Netz betreiben, ist zu empfehlen, den Akku einfach herauszunehmen, denn im Netzbetrieb wird der Akku jedes Mal unnötig erhitzt und verliert so an Power. Doch man sollte es nicht übertreiben, denn wenn man den Akku nie benutzt oder über einen längeren Zeitraum außen vorlässt, kann es passieren, dass der Akku gar nicht mehr funktioniert. Der Grund dafür ist, dass der Akku auch Power verliert, wenn er nicht eingesetzt wird. Und hat sich der Akku einmal komplett entladen, kann es sein, dass er sich nicht mehr aufladen lässt und ist somit defekt. Aus diesem Grund sollten Anwender, die ihren Laptop ausschließlich als Desktop-Ersatz nutzen, hin und wieder mal in den Akkubetrieb schalten. Ihr Akku wird es danken.

Das nächste Thema wäre der so genannte Memory-Effekt. Zwar ist es bei modernen Akkus nicht so tragisch, wie es einmal in früheren Zeiten war, aber auch heute sollte man diesen unschönen Effekt vermeiden. Der Memory-Effekt tritt dann auf, wenn man den Akku nicht vollständig auf- bzw. entlädt. Aus diesem Grund empfielt es sich, den Akku immer bis zum Anschlag aufzuladen und ein nur teilweises Aufladen zu verhindern, bevor man wieder in den Akkubetrieb wechselt. Dasselbe gilt auch beim Entladen: Wenn man wieder zu Hause sitzt, kann man den Rest ruhig bis zum Ende verbrauchen und erst dann wieder in den Netzbetrieb umschalten.

In der Regel verfügen alle Notebooks über ein Akku-Pflege-Programm (refreshing-tool), welches den Akku wieder auf Trapp bringt. Dieses findet man aber nicht in irgendeinem Windows- oder Linux-Verzeichnis, sondern das Tool befindet sich im BIOS. Dazu muss man kurz nach dem Starten des Notebooks auf die "Entf-" oder "F2-Taste" drücken, um ins BIOS zu gelangen (diejenigen, bei denen diese Tasten nicht funktionieren, müssen einmal ins Handbuch schauen, wie man in das BIOS kommt). Wo sich das Refreshing-Tool im BIOS befindet und wie es genau heißt, ist von BIOS zu BIOS verschieden, aber nach einer kurzen Suche sollte man es gefunden haben. Mit diesem Tool wird in der Regel der Akku einmal komplett ent- und wieder aufgeladen, so dass der Akku wieder belebt wird.

Fazit
Es erfordert keine aufwendige Arbeit, die Laufzeit des Akkus zu verlängern. Mit lediglich etwas rationalem Gebrauch seines Notebooks kann man ohne große Mühe seinem Akku das Leben verlängern, wenn man auf die drei wichtigen Punkte (Memory-Effekt, Netzbetrieb und Refreshing-Tool) achtet.
ansonsten müsste man natürlich wissen was für einen Akku Du hast, bei Lithium-Ionen / Li-Ion + Lithium-Ionen-Polymer Akkus gibt es nämlich keinen Memory Effekt mehr - d.h. die können permanent nachgeladen werden... sollte nur nie ganz leer laufen.

mehr dazu hier:
http://www.computer-richter.de/forum/akkupflege.htm

Greetz Lp
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14.11.2004, 12:30
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Themenstarter
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#3 Super Artikel,danke schön!!
Achja,ich hab 'nen Li-Ionen-Akku!Ist ein ganz neues Notebook.
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16.11.2004, 20:31
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Beiträge: 17
#4 Bei Li-ionen-Akkus gibts leider nicht viel...

Der Akku "altert" regelrecht, je höher die Energiedichte ist, desto schneller - und das auch noch nahezu unabhängig von der Benutzung.

Daher lohnt es nicht, einen zweiten Akku "auf Reserve" mitzukaufen.

Vor allem Wärme beschleunigt den Alterungsprozess, weswegen man den Akku vor längerem Nichtgebrauch entfernen sollte - im Gehäuse ist es warm.
Ausserdem wird der Akku zum Ende des Ladeprozesses sehr warm (Systembdingt). Die langsame Selbstentladung auch bei Netzbetrieb führt zum häufigen Durchlaufen dieser letzten "warmen" Ladephase.
Zu oft sollte man den Akku allerdings auch nicht rausrupfen, die Kontakte könnten leiden. Wenn man den Akku alle zwei bis drei Tage braucht sollte man ihn eher im Gerät lassen und irgendwann einen Ersatzakku kaufen, der dann wenigstens auf funktionierende Kontakte zurückgreifen kann.

Wenn man weiss, das man den Akku mehrere Wochen nicht brauchen wird kann es durchaus Sinn machen, den Akku sorgfältig in Tüte zu verpacken (eine passende Tupperdose tut es auch) und im Kühlschrank -nicht Gefrierschrank oder Fach!!!- aufzubewahren. Durch die Kälte wird der Alterungsprozess verlangsamt.
Wichtig bei dieser Methode ist es aber, den Akku vor der nächsten Benutzung auf Raumtemperatur kommen zu lassen, bevor man ihn aus seiner dichten Verpackung befreit, das sich sonst Kondeswasser im Inneren bilden kann (Explosionsgefahr!)

Wenn man den Akku wieauchimmer einlagert, ist es wichtig, in zuvor voll zu laden und etwa alle drei Monate die Ladung zu erneuern. Sonst kann es zu Tiefenentladung kommen - reines Gift für den Akku

Möglichst vollständig entladen (also im Läppi auf die obligaten drei Prozent laufen lassen, dann schaltet es eh auf Hybernate oder aus) sollte man den Akku dennoch gelegentlich.
Die integriete Elektronik merkt sich die Lade- und Entladezyklen und passt den die Angabe der Ladung sowie die Dauer des Ladezyklus an.
Bei häufigen kurzen Entladezyklen geht die Elektronik von entsprechend geringerer Kapazität aus und melde frühzeitig "Akku leer". Diese Funktion soll auch vor Tiefenentladung schützen.

Dennoch kann man davon ausgehen, das moderne hochdichte Notebook-Akkus nach etwa 1,5 Jahren normaler Benutzung relativ platt sind.
Bei seltener Benutzung und guter Lagerung können es zwei Jahre werden, aber dann werden die Laufzeiten unangenehm kurz.

Ein gutes hat die Sache noch: Der Alterungprozess verlangsamt sich mit der Zeit. Selbst ein sehr alter Akku kann dazu ausreichen, die Steckdose zu wechseln oder den Läppi mal kurz mit auf's Klöchen zu nehmen. Die etwa letzten 20-25% der Kapazität halten sich relativ hartnäckig, wenn man Tiefenentladung vermeidet.
Dieser Beitrag wurde am 16.11.2004 um 20:34 Uhr von MajorGriffon editiert.
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20.11.2004, 20:01
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Themenstarter
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Beiträge: 278
#5 Super danke für die Infos!! Gibt es denn in absehbarer Zeit keine besseren Akkutypen?? Wie sieht die Entwicklung in naher Zukunft aus??
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