Richtige Zusammenstellung High-End PC

#0
15.10.2008, 06:59
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Beiträge: 61
#1 Hallo,

in der nächsten Zeit möchte ich mir einen High-End-Gamer-PC zusammenstellen lassen, der wie seine beiden Vorgänger die nächsten drei bis fünf Jahre ohne größere Nachrüstungen konkurrenzfähig bleibt (der Preis ist dabei irrelevant).

Das System sollte neben der derzeit maximal erreichbaren Leistung bei maximaler Kompatibilität für den Spielesektor (Prio 1) auch für anspruchsvolle 3D-Animations- und Bildbearbeitung (Prio 2) tauglich sein.

Im Auge hätte ich da:
Quad-Core-PC
2x 1GB Grafikarten NVIDIA im SLI-Modus oder 1x 2GB ATI
8GB Ram
Vista Ultimate 64Bit

Hierzu einige Fragen:

1) wie kompatibel ist 64Bit-Vista?
1.1)Muss ich damit rechnen dass viele Spiele/Anwendungen schlichtweg gar nicht laufen, oder ist es eher so dass 64Bit nur nicht unterstützt werden und die Programme aber "normal" mit 32Bit laufen?

1.2) Lässt sich 64Bit-Vista notfalls auch auf 32Bit umstellen (so wie man ältere Windows-Fassungen von 32Bit auf 16Bit umstellen konnte)?

2) Grafikkarte(n)

2.1)Ist es sinnvoller zwei 1GB NVIDIA Grafikkarten im SLI-Modus zu verwenden
(z.B. ASUS GTX280 HTDP 1024MB 2xDVI/TV), oder eher eine einzelne 2GB ATI-Karte (z.B. Sapphire VGA ATI Radeon HD 4870 X2, 2GB GDDR5 OC)?

2.2) Gerade bei 2GB Grafikkarten gibt es massive Preisspannen (400€-1900€).
Wo liegt der Unterschied zwischen den 400ern und den über-1000ern?

3) Kühlung
Gerade bei zwei Grafikkarten wie den beiden o.g. NVIDIA-Umluftöfen wird das Mainboard nach Testberichten bis zu bzw. über 80°C heiss. Wieviele bzw. was für Lüfter kann ich da verwenden (die Mainboards haben offensichtlich oft nur pro-forma-Kühler)?


Das wären so erstmal die hauptsächlichen Fragen.

Da ich mich länger nicht mehr mit Hardware beschäftigt habe (der alte PC lief 5 Jahre lang einwandfrei und hat ausser vielleicht Crysis alles gepackt) ich bin über jede Hilfe dankbar.
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17.10.2008, 18:20
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Avatar Gool

Beiträge: 4730
#2 Du kannst 32Bit-Programme in einer 64Bit-Umgebung laufen lassen, was aber nicht viel Sinn macht, da diese Programme die 64Bit-Architektur ja nicht unterstützen und somit auch nicht von ihr profitieren können. Wie sich das dann mit den 8GB Ram bemerkbar macht, könnte ich nur spekulieren. 32Bit-Systeme unterstützen nur bis zu 4GB Arbeitsspeicher, somit vermute ich auch, dass auch die 32Bit-Programme auch nur bis zu 4GB nutzen können.

Es kann auch durchaus sein, dass sich manche 32Bit-Programme gar nicht erst starten lassen. Aber das müsste man herausfinden - ich kenne zumindest keine Liste, in der Programme und Spiele aufgeführt sind, die definitiv nicht unter einem 64Bit-System laufen. Die meisten Probleme werden hier sowieso in erster Linie die Treiber machen.

Wenn Du Vista Ultimate in der Vollversion kaufst (also nicht die Systembuilder), erhälst Du sowohl die 32Bit-Version, als auch die für 64Bit. Kaufst Du nur die deutlich günstigere Systembuilder in 64Bit, musst Du, falls Du doch auf 32Bit wechseln möchtest, die 32Bit-Version nochmal zusätzlich kaufen. Was aber im Endeffekt immer noch deutlich günstiger ist, als die Vollversion zu kaufen, die Dir außer einer hübschen Verpackung und eine begrenzte kostenlose Nutzung des Microsoft-Supports nichts weiter bringt.

80° Celsius halte ich aber für bedenklich heiß. Das wird kaum länger als ein paar Wochen halten. Ist die Quelle für diese Angaben vertrauensvoll? Oder kann es sein, dass da jemand maßlos übertreibt?
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Der Grabsteinschubser
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20.10.2008, 19:34
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Themenstarter

Beiträge: 61
#3 Hi, Danke erstmal für die Antworten bzgl. Vista, das hilft mir schonmal weiter.

Die 80°C wurden sowohl von den Programmen Everest als auch von Sandra 2008 auf folgendem System ausgelesen (ich konnte die Papierausdrucke der Auslesungen einsehen):

XFX nForce 790i UltraSLI
2x MSI9800GX2-M2D1G 1028MB
1x 4096MB Reaper OCZ PC3-10666
Intel Core 2 Quad Q9450 Tray
BeQuiet Dark PowerPro 1000W
Seagate Barracuda 7200.11 1 TeraByte
Scythe S-Flex Gehäuselüfter
ArcticFreezer 7 Pro
Vista Ultimate32Bit OEM

Ich wollte mich eigentlich ein ähnliches System anschaffen, leider hat sich das o.g. System bei einem Bekannten als instabil herausgestellt.
MIT SLI lief alles fliessend, ist aber nach ausgewürfelter Zeit mit B.O.D abgestürzt; OHNE SLI hat's hier und da deutliche Performance-Probleme im High-End Spielebereich gegeben, von den 4GB wurden nur 1,7 genutzt (auch nach mehrmaligen Einschicken an die Firma bei der der PC zusammengestellt wurde).

Weiterhin kam es vor dass es bei Spielen in denen z.B. neue Abschnitte/Bereiche geladen wurden zum "Totladen" kam.

Dazu kamen schon nach 10min Laufzeit die o.g. Temperaturen am Mainboard (bei 24°C Raumtemperatur).

Da ich mich an o.g. System nicht mehr orientieren will - was sollte in den ultimativen High-End-Gamer-PC alles rein (Preis völlig egal) - und warum?
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20.10.2008, 20:11
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Beiträge: 3306
#4 Ich bin zwar kein "Gamer" kann aber vielleicht dennoch ein paar Tipps geben aus einer der letzten CTs geben:
1. Moderne Spiele fordern hauptsächlich die Grafikkarte und nicht die CPU. Darüber hinaus sind aktuelle Spiele-Engines meistens bestenfalls auf zwei Cores optimiert, das heißt eine teure Quad Core CPU bringt kaum spürbare Vorteile. Für den gleichen Preis kriegt man mit einem höher getakteten Dual Core de facto mehr Performance.

2. LCD Monitore verwenden meistens eine maximale Bildwiederholrate von 60 fps, alles was eine Grafikkarte darüber leistet ist für die Katz. Gibt man sich mit üblichen Auflösungen wie 1280x1024 und vernünftigen Frameraten zufrieden macht SLI bzw. Crossfire wohl kaum Sinn. Auch ist eine gute Grafikkarte besser als zwei mittelmäßige.

3. 8 GB RAM halte ich für überzogen und übermäßig teuer. Mit 4 oder 6 GB fährt man denke ich besser, zumal die RAM Preise stetig fallen. Sprich wenn man in 2 Jahren doch noch was nachrüsten will ist das wesentlich günstiger als jetzt extra dick Arbeitsspeicher zu kaufen.

Davon abgesehen würde ich da nichts selbst basteln sondern einen fertigen PC kaufen und bei Problemen postwendend zurücksenden. Das Internet ist voll von Leuten die kuriose Abstürze und sonstige PC Probleme haben bei denen man komplett auf sich gestellt ist. Gerade bei thermischen und elektrotechnischen Problemen gibt es oft gar keine Lösung außer die Hälfte der PC-Komponenten auszutauschen.
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